„Welche Plattform sollte ich nehmen?" ist die häufigste Frage, die wir hören, und die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wer dir ohne Kenntnis deines Geschäfts ein System verkauft, verkauft Provision, nicht Beratung. Hier ist unser plattformneutraler Blick auf die vier großen Systeme.
Shopify – schnell live, einfach im Betrieb
Shopify nimmt dir die Technik ab: Hosting, Sicherheit, Updates und ein PCI-konformer Checkout sind eingebaut. Ideal für Marken, die schnell starten und sich aufs Verkaufen konzentrieren wollen. Das App-Ökosystem deckt fast jeden Bedarf ab. Grenzen zeigen sich bei sehr individueller Geschäftslogik oder wenn laufende App- und Transaktionskosten mit dem Umsatz stark steigen.
Passt, wenn: schneller Markteintritt, starke Marke, DTC, planbarer Betrieb.
Shopware – Flexibilität mit deutscher DNA
Shopware verbindet Out-of-the-box-Funktionen mit tiefer Anpassbarkeit und einer starken B2B-Suite. Hosting in Deutschland und volle Datenhoheit sind für viele Mittelständler ausschlaggebend. Du brauchst etwas mehr Betriebsverantwortung als bei Shopify, bekommst dafür mehr Kontrolle.
Passt, wenn: B2B oder B2B/B2C kombiniert, Datenhoheit, individuelle Prozesse.
Adobe Commerce (Magento) – die Enterprise-Maschine
Für große Kataloge, mehrere Marken und Länder sowie anspruchsvolles B2B ist Adobe Commerce gebaut. Multi-Store, komplexe Preislogik und tiefe ERP-/PIM-Integrationen gehören zum Standard. Der Preis dafür ist Komplexität: Adobe Commerce will betrieben und gepflegt werden. Für kleine Shops ist es überdimensioniert, das sagen wir auch ehrlich.
Passt, wenn: großes Sortiment, mehrere Länder/Marken, komplexes B2B, Enterprise-Last.
WooCommerce – maximale inhaltliche Freiheit
Als WordPress-Erweiterung glänzt WooCommerce dort, wo Content und Commerce verschmelzen: Magazin, Ratgeber, SEO-Inhalte und Shop aus einem Guss. Niedrige Einstiegskosten und volle Offenheit stehen einem höheren Eigenanteil bei Wartung und Skalierung gegenüber.
Passt, wenn: Content-Commerce, redaktioneller Anspruch, schlanker Start.
Die eigentliche Frage ist nicht „welche", sondern „warum"
Bevor wir ein System empfehlen, klären wir Sortimentsgröße, B2B-Anteil, Internationalisierung, vorhandene Systeme (ERP, PIM) und das realistische Budget, inklusive Betrieb. Erst dann fällt die Wahl. Und falls die ehrliche Antwort ein anderes System ist, als du erwartet hast, sagen wir das.
Die beste Plattform ist die, die zu deinem Geschäft passt, nicht die mit dem lautesten Marketing.
Unsicher, was zu dir passt? Vereinbare ein Erstgespräch, wir beraten dich plattformneutral.